Das REACH Registrierungssystem

Die neue Regulierung ist bereits gültig

REACH ist eine EU-Verordnung zur Registrierung, Auswertung und Zulassung von chemischen Stoffen. Hersteller und Importeure von Stoffen werden dazu verpflichtet, Informationen über die Eigenschaften des Stoffs aufzustellen und weiterzugeben, um einen (noch) sichereren Gebrauch dieser Stoffe zu ermöglichen.

Die richtigen Ausgangspunkte

Interflon steht völlig und von Herzen hinter den REACH Ausgangspunkten, die Volksgesundheit, die Sicherheit und den Umweltschutz zu garantieren! Wir richten unser Handeln nach der Gesetzgebung, und wir haben die Kapazitäten und Prioritäten des Unternehmens auf eine Risikobegrenzung abgestimmt und setzen die neuen Verpflichtungen in unseren täglichen Betriebsvorgängen um. Die Produkte von Interflon enthalten keine Stoffe, die Beilage 14 der REACH-Verordnung aufgeführt sind oder die den Kriterien von Artikel 57 derselben Verordnung entsprechen.

Konsequenzen von REACH?

Die REACH-Verordnung fordert, dass auch Interflon die Risikos aller Produkte, die sie herstellt und verkauft, kennt und vermindern muss. Die Information hierüber müssen wir mit den anderen Kettenmitgliedern, wie unsere Abnehmer, Lieferanten und Arbeitnehmer, teilen. REACH bestimmt, dass wir ihnen erklären, wie sie sicher mit diesen Stoffen umgehen können und welche Sicherheitsvorkehrungen sie treffen müssen. Das forderte auf einigen Gebieten eine Veränderung unseres Denkens und Handelns.

Umgekehrte Beweislast

Die Beweislast für das sichere in den Handel bringen von chemischen Produkten ist, im gesetzlichen Sinne, nun umgekehrt: Bis vor kurzen musste die Regierung zeigen, dass Stoffe schädlich waren. Der Hersteller oder Importeur muss jetzt anhand der Registrierung nachweisen, welche Gefahren von den produzierten oder importierten Stoffen ausgehen. Interflon als Anwender dieser Stoffe ist dadurch besser in der Lage, die Gefahren festzustellen, die bei Nutzung dieser in unseren Produkten vorkommenden Stoffe auftreten können. Unsere Kunden können so darüber informiert werden, wie sie mit diesen Gefahren sicher umgehen können.

Pre-registrierung und Expositionsszenarios

Zusätzlich zu den Angaben im bekannten Sicherheitsdatenblatt (SDB) – oder auf Englisch „Material Data Safety Sheet“, kurz „MSDS“, wird Interflon auch Information über Aussetzungsszenarios für Umwelt- und Gesundheitsrisikos bereitstellen und die betrieblichen Konditionen vermelden, unter denen der Stoff verwendet werden soll. Der erste Schritt im REACH-Prozess, nämlich die Vorregistrierung, ist mittlerweile abgeschlossen. Nicht (vor-)registrierte Stoffe dürfen nun nicht mehr gehandelt werden.

Für Interflon zieht Letzteres keine Konsequenzen nach sich, da alle von Interflon benötigten Grundstoffe mittlerweile vorregistriert sind.

Noch bessere Produkte?

Jetzt noch eingesetzte Stoffe können als Folge der REACH-Verordnung verboten werden, da sich (Grund-)Stoffe gefährlicher als angenommen herausstellen können und deswegen für den Gebrauch nicht geeignet sind.

Vorbereitend auf die verändernden Endklassifizierung und Verfügbarkeit von (Grund-)Stoffen wird die Zusammensetzung von Interflonprodukten schon seit 2007 ständig angepasst. Ausgangspunkt dabei ist, dass auf Basis von fortschreitenden Erkenntnissen die Sicherheit unserer Produkte für Mensch und Umwelt bei mindestens gleichbleibender Qualität und Leistung verbessert wird.

Herausgabe von Sicherheitsdatenblättern(VIB) bzw. MSDS im REACH-Layout

Die Zielsetzung von REACH ist eindeutig und einfach. Das REACH-Regelwerk selbst ist jedoch ziemlich komplex: Das um die 700 Seiten umfassende Regelwerk verursacht für alle betroffenen Stellen sehr viel Verwaltungsarbeit.

Eine der Folgen von REACH ist, dass wir die Sicherheitsdatenblätter für neue oder geänderte Produkte in einem neuen Format herausbringen müssen. Als erste Veränderungen werden u.a. die Abschnitte 2 und 3 der Sicherheitsdatenblätter miteinander getauscht. Zukünftig werden einer Anzahl von Produkten (u.a.) Expositionsszenarien beigelegt. Für Deutschland werden in diesen auch die Telefonnummern der nationalen Antigiftzentren aufgenommen. Alle unsere Sicherheitsdatenblätter stehen übrigends auf dieser Webseite.

Verpflichtungen der "Downstream Anwender

REACH fordert letztendlich, dass alle chemischen Stoffe, die mit Mensch und Natur in Kontakt kommen können, registriert werden. Nur wenn der "Endanwender" beweisen kann, dass er oder sie während der Anwendung oder Entsorgung nicht einem Stoff ausgesetzt wird, ist die Registrierung nicht zwingend.

Aus diesem Grund benötigt Interflon in der folgenden Fase von REACH auch von Ihnen Informationen. Unsere Interpretation der Verantwortlichkeiten der "Downstream" Anwender finden Sie dazu hier auf unsere Webseite.

Mehr Erklärungen zu REACH?

Mehr Informationen über REACh finden Sie auf der offiziellen Webseite EU REACH. Für den Fall, das Sie spezifische Fragen in Bezug auf Interflon und REACH haben, können Sie auch direkt Kontakt mit unserem REACH-Beauftragten Herrn Danny Craig aufnehmen, [email protected]