So sieht der kontrollierte Umstieg auf PFAS-freie Lösungen in der Praxis aus
PFAS proaktiv ersetzen: ein Praxisbeispiel aus der Tier-1-Automobilindustrie
Die zunehmende regulatorische Prüfung von PFAS veranlasst immer mehr Hersteller dazu, die in ihren Schmierprozessen eingesetzten Stoffe zu überprüfen. Dieses Praxisbeispiel zeigt, wie ein Tier-1-Zulieferer der Automobilindustrie den kontrollierten Umstieg auf PFAS-freie Schmierstoffe mit MicPol®-Technologie umgesetzt hat.
Herausforderung: PFAS eliminieren, ohne die Zuverlässigkeit zu beeinträchtigen
Da PFAS-Chemikalien zunehmend unter regulatorischer und ökologischer Beobachtung stehen, entschied sich das Unternehmen, die Zusammensetzung der in den Produktionsanlagen eingesetzten Schmierstoffe zu überprüfen. Anstatt auf regulatorischen Druck zu warten, wollte man:
- PFAS an kritischen Schmierstellen eliminieren
- die Lebensdauer der Komponenten und die Prozesssicherheit erhalten oder verbessern
- Kunden und Auditoren nachweisen, dass PFAS-Risiken aktiv reduziert wurden
Im Zuge dieser Überprüfung stellten die Instandhaltungs- und Engineering-Teams fest, dass in älteren Schmierstoffdokumentationen noch PFAS-haltige Substanzen erwähnt wurden.
Lösung: PFAS-freie Schmierstoffe mit MicPol®-Technologie
Durch den Umstieg auf die neue PFAS-freie Schmierstoffgeneration mit MicPol®-Technologie konnte das Unternehmen PFAS an kritischen Schmierstellen eliminieren, ohne Kompromisse bei Reibung, Verschleißschutz oder Zuverlässigkeit einzugehen. Das Schmierkonzept umfasste:
- hochbelastbare, PFAS-freie Fette mit MicPol®-Technologie für offene Getriebe und stark beanspruchte Komponenten
- PFAS-freie Mehrzweckfette mit MicPol® für allgemeine Lagerstellen und Mechanismen
- geeignete Interflon Reiniger zur Vorbereitung der Oberflächen und zur Reduzierung des Einsatzes aggressiver Lösungsmittel
Das technische Team von Interflon erläuterte die Funktionsweise der weiterentwickelten MicPol®-Technologie und zeigte, dass die Leistung der neuen Fette und Öle mit jener der bisherigen PFAS-haltigen Produkte vergleichbar oder sogar besser ist.
Der Kunde betonte ausdrücklich, dass er den Ersatz PFAS-haltiger Verbindungen durch PFAS-freie Alternativen sehr positiv bewertet, und bat um weitere technische Informationen zur MicPol®-Technologie.
Ergebnisse: PFAS-frei und betrieblich belastbar
Mit den PFAS-freien Schmierstoffen von Interflon erreichte der Automobilzulieferer:
- PFAS-freie Schmierung an kritischen Stellen bei gleicher oder besserer Leistung
- längere Schmierintervalle – in manchen Anwendungen von 2–3 Mal pro Woche auf etwa einmal alle 15 Tage
- rund 5-fach geringeren Fettverbrauch, wodurch sowohl Kosten als auch Abfall reduziert wurden
- sauberere Komponenten mit weniger Ausschuss durch Fettverunreinigungen
- sicherere Arbeitsbedingungen durch den geringeren Bedarf an aggressiven Reinigungsmitteln
Für diesen Hersteller bestand der größte Nutzen nicht darin, ein Schmierungsproblem zu lösen, sondern Kunden und Auditoren nachweisen zu können, dass proaktiv und technisch fundiert ein Schritt weg von PFAS gesetzt wurde.
Warum das auch für andere Hersteller relevant ist
Dieses Beispiel zeigt, dass große, anspruchsvolle Hersteller nicht abwarten, bis PFAS-Verbote endgültig beschlossen sind. Sie fragen schon jetzt nach PFAS-freien Schmierstoffen mit starker technischer Leistung und klar nachvollziehbarer chemischer Grundlage.
Die weiterentwickelte MicPol®-Technologie von Interflon ermöglicht es ihnen:
- PTFE-basierte Produkte (Polytetrafluorethylen, besser bekannt als Teflon) durch PFAS-freie Alternativen zu ersetzen
- die Schmierleistung und die Schmierintervalle beizubehalten oder zu verbessern
- Umwelt- und Regulierungsrisiken messbar zu reduzieren
Damit ist dieses Beispiel eine wertvolle Referenz für Unternehmen, die kontrolliert und technisch fundiert auf PFAS-freie Schmierung umstellen möchten – ohne Kompromisse bei Produktionssicherheit oder Gesamtbetriebskosten.