Sehen Sie den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr?

Fünf Fragen für ein effizientes Bestandsmanagement Ihrer Schmierstoffe

Das Schmierstoffsortiment, das in einem Unternehmen eingesetzt wird, wächst meist mit der Zeit. Eine neue Maschine benötigt einen neuen Schmierstoff, ein neuer Instandhaltungsleiter hat möglicherweise andere Präferenzen oder ein alternativer Schmierstoff wird bestellt, in der Hoffnung, ein bestimmtes Problem zu lösen.

So steigt die Anzahl unterschiedlicher Schmierstoffe im Betrieb immer weiter. Und da man nichts wegwerfen möchte, was noch verwendet werden kann, wird es „irgendwo“ im Lager aufbewahrt.

Zwar ist ein sparsamer Umgang mit Schmierstoffen grundsätzlich sinnvoll. Das bedeutet jedoch nicht, dass Unternehmen möglichst viele unterschiedliche Schmierstoffe bevorraten sollten, um immer eine „passende Lösung zur Hand“ zu haben. Im Gegenteil: Eine große Anzahl verschiedener Schmierstoffe auf Lager bringt mehrere Nachteile und zusätzliche Kosten mit sich:

  • Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass ein falscher Schmierstoff verwendet wird, wenn Instandhalter den Überblick verlieren.
  • Es wird mehr Lagerfläche benötigt, da jeder Schmierstoff einen eigenen Platz braucht.
  • Die Logistikkosten für Bestellung, Wareneingang, Lagerung und mögliche Entsorgung steigen.
  • Durch den geringen Verbrauch einzelner Produkte werden kleinere Mengen bestellt, oft zu höheren Stückkosten.
  • Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass ein Schmierstoff nicht vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums verbraucht wird und entsorgt werden muss.

Mit den folgenden fünf Fragen können Sie prüfen, ob sich die Anzahl unterschiedlicher Schmierstoffe reduzieren lässt oder ob Logistikkosten auf andere Weise gesenkt werden können.

1. Welche Schmierstoffe empfiehlt der OEM?

Jede Produktionsmaschine wird mit einer Bedienungsanleitung geliefert, in der ein oder mehrere Schmierstoffe angegeben sind, mit denen die Maschine geschmiert werden „muss“. Häufig enthalten diese Unterlagen auch Klauseln, wonach die Garantie erlischt, wenn keine Schmierstoffe mit gleichwertigen Spezifikationen verwendet werden.

Prüfen Sie daher, ob bereits Schmierstoffe im Einsatz sind, die mit dieser Maschine kompatibel sind. Manche Hersteller benennen ihre Produkte alle paar Jahre um, was zu unnötigen neuen Lagerbeständen führen kann.

2. Welche NSF-Klassifizierung haben Ihre Schmierstoffe?

Eine NSF-Klassifizierung ist besonders bei Schmierstoffen relevant, die in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden. H1-Varianten dürfen gelegentlich mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, während H2-Varianten in Bereichen eingesetzt werden können, in denen Lebensmittel verarbeitet werden, jedoch kein direkter Kontakt mit Lebensmitteln vorgesehen ist.

Auch für Unternehmen, die keine Lebensmittel produzieren, kann der Einsatz von Schmierstoffen mit solchen Klassifizierungen sinnvoll sein. Denken Sie etwa an Betriebe mit Küchen oder Betriebskantinen, in denen ebenfalls HACCP-Richtlinien gelten. Auch dort besteht immer die Möglichkeit, dass ein Schmierstoff mit zubereiteten oder unverarbeiteten Lebensmitteln in Kontakt kommt.

3. Wie lange sind Ihre Schmierstoffe haltbar?

Wenn der passende Schmierstofftyp ausgewählt wurde, sind noch nicht alle Entscheidungen getroffen. Unternehmen entscheiden sich häufig für das günstigste Produkt, weil sie davon ausgehen, dass bei ähnlicher Zusammensetzung auch die Leistung mit jener eines teureren Produkts vergleichbar ist. Abgesehen davon, ob das tatsächlich stimmt, gibt es weitere wichtige Kriterien bei der Auswahl.

Es ist sinnvoll, auch Haltbarkeit und Lagerfähigkeit des Schmierstoffs zu berücksichtigen. Sind diese kurz, besteht das Risiko, dass das Produkt irgendwann entsorgt werden muss, ohne vollständig verwendet worden zu sein. Ein gutes Beispiel für „am falschen Ende gespart“. Oft ist es besser, ein etwas teureres Produkt zu wählen, das im Lager länger haltbar ist.

4. Wie viele „Spezialschmierstoffe“ haben Sie auf Lager?

Eine Maßnahme mit großem Einfluss auf die Logistikkosten ist die Analyse der Anzahl unterschiedlicher Schmierstoffe. Bei Interflon gilt als Faustregel: Wenn in einem Lager mehr als drei Schmierstoffmarken vorhanden sind, besteht nahezu immer die Möglichkeit, die Anzahl zu reduzieren. Dadurch wird die gesamte logistische Kette deutlich entlastet.

Interflon kann bei dieser Analyse unterstützen und passende Alternativen bestimmen. Unsere technischen Berater verfügen nicht nur über Fachwissen, sondern auch über praktische Erfahrung. Zudem ist unser Schmierstoffsortiment sehr breit aufgestellt und bietet für nahezu jede Schmierherausforderung eine passende Lösung – einschließlich lebensmittelgeeigneter, Halal-, Kosher-, dielektrischer oder wasserbeständiger Produkte.

5. Werden Ihre Schmierstoffe richtig gelagert?

Die Lagerung von Schmierstoffen wird oft unterschätzt, ist aber für die Kostenkontrolle sehr wichtig. Um die Lebensdauer von Schmierstoffen im Lager zu maximieren, müssen die Produkte unter geeigneten Umgebungsbedingungen gelagert werden.

Dazu gehören eine möglichst konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Ebenso wichtig ist es, Verpackungen wieder gut zu verschließen, wenn nur ein Teil des Schmierstoffs entnommen wurde. In manchen Fällen sind spezielle Lagerschränke für eine sichere und verantwortungsvolle Aufbewahrung erforderlich.

Das kann zwar eine Investition bedeuten. Die Kosten sind jedoch deutlich höher, wenn etwas schiefgeht und es zu Umweltverschmutzung oder einem Brand kommt.

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Möchten Sie Ihre Logistikkosten reduzieren oder haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne. Unsere technischen Berater sind weltweit im Einsatz und unterstützen Sie gerne mit Beratung und praktischer Erfahrung.

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