Wartung mit weniger Personal zuverlässig im Griff behalten
Dolphin automatisiert die Schmierung in feuchter und stark verschmutzter Umgebung
Wer glaubt, dass die Asche, die nach der Verbrennung von Hausmüll übrig bleibt, keinen Wert mehr hat, irrt sich. Jeden Tag gewinnt Dolphin in Harderwijk aus diesem Restmaterial wertvolle Metalle zurück. Diese werden mithilfe verschiedener Trennverfahren sortiert – darunter auch ein Robotersystem. Die unterschiedlichen rotierenden Komponenten und Förderbänder werden mit automatischen Schmiersystemen von Interflon geschmiert. „Sie haben wirklich einen Unterschied gemacht“, sagt Gerbert van de Vlekkert, Leiter Technischer Dienst.
Dolphin Metal Separation verarbeitet jährlich 40.000 Tonnen Restmaterial, das aus 40 Millionen Haushalten in ganz Europa stammt. In einer Reihe komplexer Trennprozesse werden Metalle wie Aluminium und Edelstahl zurückgewonnen, ebenso schwerere Fraktionen wie Kupfer, Messing und Zink. Je reiner die einzelnen Fraktionen, desto höher ihr Wert.
Dolphin Metal Separation setzt in einer feuchten, stark verschmutzten Umgebung auf automatische Schmierung.
Maschinenpark
Die Trennprozesse finden in Harderwijk statt. Dort betreibt Dolphin eine beeindruckende Anlage mit Maschinen und Installationen, die Materialien nach unterschiedlichen Prinzipien trennen – darunter spezifisches Gewicht sowie optische, magnetische und elektrische Eigenschaften. Zusätzlich werden Materialien mithilfe von Röntgentechnik und KI-Kameras identifiziert, die Formen erkennen und mit einem Roboterarm kombiniert sind.
Maschinen und Anlagen zur Materialtrennung in einer schmutzigen, feuchten Umgebung
Die Vielzahl an rotierenden Trommeln, Vibrationssieben und Förderbändern ist beträchtlich. Gerbert van de Vlekkert, Leiter Technischer Dienst, ist dafür verantwortlich, die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit aller Anlagen zu maximieren. Er erklärt: „Eine gute Wartung ist unerlässlich, aber in einer Umgebung, die von Feuchtigkeit und Schmutz geprägt ist, alles andere als einfach. Glücklicherweise arbeitet Dolphin im Bereich der Schmierungsinstandhaltung bereits seit 13 Jahren mit Interflon zusammen.“
Gemeinsam mit seinem Account Manager erinnert sich Van de Vlekkert an eine Zeit, in der Dolphin Probleme mit einem Motor hatte, dessen Lager zu schnell verschlissen. Interflon empfahl, das Öl in den Getrieben durch ein halbflüssiges Fett zu ersetzen – damit konnte das Problem vollständig behoben werden.
Er fährt fort: „Als der Eigentümer von den Ergebnissen hörte, bat er Interflon darum, alle ursprünglichen Schmieröle und -fette durch Interflon Produkte zu ersetzen – und das nur zwei Tage vor der geplanten Eröffnung unserer neuen Anlage. Sie haben es geschafft. Die neue Anlage ging mit den neuen Schmierstoffen in Betrieb und läuft seitdem zu unserer vollsten Zufriedenheit.“
Automatische Schmierung
Van de Vlekkert selbst ist seit etwas mehr als zwei Jahren bei Dolphin. Wie viele technische Unternehmen ist auch Dolphin mit einem Mangel an entsprechend qualifiziertem Fachpersonal konfrontiert.
„Das bedeutet, dass man gezwungen sein kann, bestimmte Wartungsarbeiten liegen zu lassen. Das will man natürlich nicht. Also beginnt man, über Automatisierung nachzudenken: Welche Wartungsaufgaben könnten von einer technischen Lösung übernommen werden?“
Dolphin Metal Separation setzt in einer feuchten und stark verschmutzten Umgebung auf automatische Schmierung.
Die Schmierung war ein naheliegender Bereich für die Automatisierung. Interflon konnte auch hier eine passende Lösung in Form automatischer Schmiersysteme anbieten. Diese Systeme bestehen aus einem zentralen Fettbehälter, von dem aus der Schmierstoff automatisch über Kunststoffleitungen zu den einzelnen Schmierstellen verteilt wird. Die Systeme sind in verschiedene Bereiche unterteilt, wodurch sich ihre Zuverlässigkeit leichter überwachen und absichern lässt.
Van de Vlekkert erklärt: „Zunächst haben wir die schwer zugänglichen Schmierstellen automatisiert, aber letztlich bieten automatische Schmiersysteme im gesamten Werk Vorteile. Wir nutzen das Fett außerdem dazu, Schmutz von den Lagern fernzuhalten, indem wir etwas mehr auftragen, als technisch unbedingt erforderlich wäre. Mit dieser Lösung können wir sicher sein, dass jede Schmierstelle ausreichend mit Fett versorgt wird.“
Planung
Das erste System wurde vor etwas mehr als einem Jahr installiert. Nach aktuellem Zeitplan soll das letzte System bis Ende 2027 installiert werden. Dann werden rund 95 % aller Schmierstellen abgedeckt sein.
Van de Vlekkert ist mit den Ergebnissen zufrieden: „Man kann sich vorstellen, wie viel Arbeit das unserem Instandhaltungsteam erspart. Gleichzeitig reduziert es auch die Belastung für unsere Anlagenbediener, die die Wartung der ersten Ebene durchführen. Dank der automatischen Schmierung haben sie mehr Zeit, sich auf ihre eigentliche Aufgabe zu konzentrieren – dazu gehört auch die kontinuierliche Überwachung des Prozesses. Die Mitarbeiter sind sehr zufrieden damit. Und Interflon? Sie sind weit mehr als ein Lieferant. Sie sind ein echter Partner.“