Wechselnde Belastungen, Kontamination und Start-Stopp-Zyklen verlangen mehr, als ein Standardfett leisten kann. Grease HS2 schließt diese Lücke.

Förderanlagen-Lagerfett: zuverlässiger Schutz unter variablen Einsatzbedingungen

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Lager in Förderanlagen werden oft als unkritische Komponenten betrachtet – als einfache, kostengünstige Bauteile, die sich bei Bedarf problemlos austauschen lassen. In der Praxis gehören sie jedoch zu den anspruchsvolleren Schmieraufgaben in einer Produktionsanlage.

Förderanlagenlager arbeiten unter einer Kombination von Bedingungen, die hohe Anforderungen an die Schmierung stellen: variable Geschwindigkeiten und häufige Start-Stopp-Zyklen, wechselnde und mitunter stoßartige Belastungen sowie eine kontinuierliche Belastung durch Verunreinigungen wie Staub oder sogar Wasser und erhöhte Luftfeuchtigkeit. In solchen Anwendungen werden häufig Standard-Mehrzweckfette eingesetzt, weil sie ein breites Einsatzspektrum zu vertretbaren Kosten abdecken. In der Praxis erfordern die spezifischen Anforderungen von Förderanlagenlagern jedoch mehr, als eine „einfache Mehrzweckformulierung“ dauerhaft leisten kann.

Das Ergebnis ist vorhersehbar, aber alles andere als optimal: hoher Schmierstoffverbrauch, häufiges Nachschmieren zum Ausgleich von Additivabbau und eindringender Kontamination sowie eine hohe Lagerwechselrate, die oft als normal akzeptiert wird. Interflon Grease HS2 verändert das.

Warum liefern Standard-Mehrzweckfette in Förderanlagenlagern oft nicht die gewünschte Leistung?

Förderanlagenlager stellen gleichzeitig drei Anforderungen an ein Schmiermittel. Die meisten Fette sind so formuliert, dass sie eine oder zwei davon gut abdecken. Alle drei gleichzeitig zu erfüllen, erfordert einen anderen Ansatz.

Die erste Herausforderung ist der Geschwindigkeitsbereich. Fördersysteme laufen mit variablen Geschwindigkeiten und durchlaufen häufige Start-Stopp-Zyklen. Jede Phase dieses Bereichs stellt andere Anforderungen an die Schmierfilmdicke. Bei höheren Geschwindigkeiten ist ein Schmierfilm mit geringerer Viskosität erforderlich, um innere Reibung und Scherkräfte zu reduzieren. Bei niedrigeren Geschwindigkeiten und beim Anfahren ist derselbe Film jedoch zu dünn, um eine ausreichende Trennung der Oberflächen aufrechtzuerhalten. Ein Fett, das auf nur eine Viskositätsklasse ausgelegt ist, funktioniert am einen Ende des Bereichs ausreichend, zeigt aber am anderen Ende Schwächen.

Die zweite Herausforderung ist die Lastvariation. Förderanlagenlager sind regelmäßig wechselnden Belastungen und teils auch Stoßbelastungen ausgesetzt, die erhebliche Auswirkungen auf die Lageroberflächen haben. Um diese Bedingungen zu beherrschen, sind sowohl AW- als auch EP-Additive erforderlich, damit auch dann wirksamer Schutz gewährleistet ist, wenn die Schmierfilmdicke unter den wechselnden Bedingungen nicht optimal ist. Standard-Mehrzweckfette verfügen hierfür selten über ein ausgewogenes Additivsystem – und noch seltener in einer Dosierung, die einen langanhaltenden Schutz sicherstellt.

Die dritte Herausforderung ist die Kontamination. In Umgebungen mit Staub, Wasser oder erhöhter Luftfeuchtigkeit können Verunreinigungen in das Fett und damit ins Lager eindringen und dort erhebliche Schäden verursachen. Wenn viel Wasser vorhanden ist, besteht zudem ein reales Risiko des Auswaschens. Häufiges Nachschmieren wird dann genutzt, um dies auszugleichen – mit hohem Schmierstoffverbrauch, Verunreinigung des Umfelds durch ausgedrücktes Fett und erheblichem Arbeitsaufwand. Das zugrunde liegende Problem ist, dass das Fett bei vorhandener Kontamination keinen ausreichenden Schutz aufrechterhalten kann.

Wie sorgt Interflon Grease HS2 in Förderanlagenlagern für gleichbleibenden Schutz?

Grease HS2 sorgt für gleichbleibenden Schutz, indem es alle drei Herausforderungen gleichzeitig adressiert – etwas, wofür ein Standard-Mehrzweckfett nicht ausgelegt ist.

Sein adaptiver Schmierfilm passt sich an die Betriebsgeschwindigkeit an. Bei niedrigeren Geschwindigkeiten und während Start-Stopp-Zyklen baut der Film eine größere Schichtdicke auf, um unter höherer Kontaktbelastung eine ausreichende Oberflächentrennung aufrechtzuerhalten. Bei höheren Geschwindigkeiten wird der Film dünner, um die innere Reibung zu reduzieren, ohne den Schutz zu beeinträchtigen. Dieses Verhalten deckt den gesamten Geschwindigkeitsbereich eines Fördersystems ab, ohne dass ein Fettwechsel erforderlich ist.

Seine ausgewogene AW-, EP- und FM-Additivchemie, verstärkt durch die MicPol®-Technologie, bietet geeigneten Schutz bei wechselnden und stoßartigen Belastungen. Es ist nicht notwendig, zwischen einem Fett für hohe Belastungen und einem Fett für hohe Geschwindigkeiten oder häufige Start-Stopp-Zyklen zu wählen. Grease HS2 deckt all diese Anforderungen ab.

Seine Wasserbeständigkeit, Korrosionsschutzwirkung und Haftung an Metalloberflächen sind außergewöhnlich hoch. Verunreinigungen wie Wasser, Staub und Feuchtigkeit werden vom Lager ferngehalten, während das Fett dem Auswaschen widersteht. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, Kontamination durch häufiges Nachschmieren auszutragen. Das senkt den Schmierstoffverbrauch erheblich und reduziert zugleich Umwelt- und Reinigungskosten, die in stark kontaminierten Umgebungen durch ausgedrücktes Fett entstehen.

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Ein Lagergehäuse einer Förderanlage nach längerer Betriebszeit in einer staubigen Umgebung. Eindringende Verunreinigungen und unzureichender Schutz sind die Hauptursachen für vorzeitige Lagerausfälle in Förderanlagenanwendungen.

 

Interflon Grease HS2 ist mit der MicPol®-Technologie verstärkt. Dabei wird ein mikronisierter Anteil des Grundöls polarisiert, um eine starke Haftung an Metalloberflächen zu erzeugen. Diese polarisierten Partikel binden direkt an die Lageroberfläche und sorgen für optimalen Oberflächenschutz, hervorragende Haftung und eine sehr lange Standzeit. Ein weiterer Vorteil dieser starken Oberflächenbindung ist die hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Verunreinigungen.

Welche Ergebnisse können Sie mit Grease HS2 in Förderanlagenlagern erwarten?

Die Kombination aus adaptivem Schmierfilmverhalten, ausgewogener Additivchemie und außergewöhnlicher Kontaminationsbeständigkeit führt zu Ergebnissen, die ein Standard-EP2-Fett nicht erreichen kann.

  • Deutlich reduzierte Nachschmierhäufigkeit, was zu einem geringeren Schmierstoffverbrauch führt
  • Keine Verunreinigung der Umgebung durch ausgedrücktes Fett beim Nachschmieren
  • Konstanter Schutz unter wechselnden Betriebsbedingungen und Umgebungen, was die Lebensdauer der Komponenten deutlich verlängert
  • Weniger Lagerwechsel und weniger Produktionsstillstände infolge von Lagerausfällen
  • Wegfall von Zentralschmiersystemen in vielen Anwendungen: Wenn sich Nachschmierintervalle im Vergleich zu Standard-EP2-Fetten um das 7- bis 10-Fache verlängern, entfällt die hohe Schmierfrequenz, die automatisierte Systeme rechtfertigt. Manuelles Nachschmieren in verlängerten Intervallen wird dann zur praktischeren und wirtschaftlicheren Lösung, wodurch CLS-Systeme für schwer zugängliche Schmierstellen frei werden
  • Umfassendere Schmiermittel-Rationalisierung: Grease HS2 funktioniert auch in vielen anderen Lageranwendungen außerhalb von Förderanlagen sehr gut – darunter Elektromotoren, Getriebe und Antriebswellen. Dadurch lässt sich die Anzahl an anwendungsspezifischen Schmierfetten im Betrieb oft auf ein einziges Produkt reduzieren.

Häufig gestellte Fragen zur Schmierung von Förderanlagenlagern

Die häufigste Ursache ist eine Kombination aus eindringender Kontamination und Additivabbau. In Förderanlagenumgebungen mit Staub, Wasser oder hoher Luftfeuchtigkeit verfügen Standardfette oft nicht über die erforderlichen Schutzeigenschaften, um Oberflächenschäden durch Verunreinigungen zu verhindern oder dem Auswaschen durch Wasser standzuhalten. Häufiges Nachschmieren wird dann eingesetzt, um Verunreinigungen aus dem Lager auszutragen. Die hohe Wasserbeständigkeit von Grease HS2 verhindert das Auswaschen, und seine starke Haftung an Metalloberflächen verhindert, dass Verunreinigungen den Schmierfilm beeinträchtigen und Verschleißmuster verursachen. Die MicPol®-Technologie bietet einen hochwertigen, dauerhaften Oberflächenschutz und reduziert dadurch die Nachschmierhäufigkeit, die erforderlich ist, um Schutz aufzubauen und aufrechtzuerhalten.

Wenn ein Lager nachgeschmiert wird, wird dabei gleichzeitig Fett aus genau diesem Lager herausgedrückt. Dieses ausgedrückte Fett gelangt typischerweise auf umliegende Anlagenbereiche, Böden und Produkte und verursacht dadurch Reinigungsaufwand sowie potenzielle Hygiene- und Sicherheitsprobleme. Je häufiger nachgeschmiert wird, desto stärker tritt dieser Effekt auf. Grease HS2 reduziert die Nachschmierhäufigkeit deutlich und damit auch die Anzahl der Nachschmierereignisse insgesamt. Bei jedem Nachschmieren wird zwar weiterhin altes Fett ausgetragen – das lässt sich nicht vermeiden –, aber das gesamte Austragsvolumen über die Zeit ist erheblich geringer. Ohne ein zentrales automatisches System, das kontinuierlich Fett durch das Lager drückt, gibt es keinen ständigen Strom ausgedrückten Fetts. Wenn ein Techniker stattdessen in verlängerten Intervallen manuell nachschmiert, kann altes Fett direkt an der Schmierstelle entfernt werden. So bleibt die Umgebung sauber und die dadurch entstehende Kontamination wird vermieden.

In den meisten Fällen: ja. Grease HS2 deckt einen deutlich breiteren Leistungsbereich ab als Standard-Mehrzweckfette – darunter variable und hohe Drehzahlen, ein ausgewogenes AW- und EP-Schutzniveau sowie eine hohe Wasser- und Kontaminationsbeständigkeit. Es wird regelmäßig als direkter Ersatz in Förderanlagenlager-Anwendungen eingesetzt und ermöglicht längere Schmierintervalle, geringeren Verbrauch und eine reduzierte Lagerwechselhäufigkeit. Ein Interflon Technical Adviser kann die Eignung für Ihre konkrete Anwendung bestätigen.

Nicht unbedingt. Zentralschmiersysteme werden häufig installiert, um die hohe Nachschmierfrequenz zu bewältigen, die bei Standardfetten erforderlich ist. Wenn die Nachschmierhäufigkeit deutlich sinkt, entfällt oft auch die wirtschaftliche Rechtfertigung für ein solches System. Viele Interflon-Kunden konnten nach dem Wechsel zu Grease HS2 ihre Zentralschmierungsinfrastruktur reduzieren oder ganz ersetzen. Dort, wo Zentralschmiersysteme weiterhin im Einsatz bleiben, lassen sie sich häufig für Anwendungen mit höherem Nutzen einsetzen – etwa an schwer zugänglichen Schmierstellen, bei denen eine automatische Schmierung echte betriebliche Vorteile bringt. Eine Vor-Ort-Bewertung zeigt, ob dies auch für Ihren Betrieb zutrifft.

Interflon Grease HS2 ist mit der MicPol®-Technologie verstärkt. Dabei wird ein mikronisierter Anteil des Grundöls polarisiert, um eine starke Haftung an Metalloberflächen zu erzeugen. Diese polarisierten Partikel binden direkt an die Lageroberfläche und sorgen für optimalen Oberflächenschutz, hervorragende Haftung und eine sehr lange Standzeit – auch zwischen den einzelnen Schmierintervallen. Ein weiterer Vorteil dieser starken Oberflächenhaftung ist die hohe Beständigkeit gegenüber Verunreinigungen. In Förderanlagenlager-Anwendungen bedeutet diese dauerhafte Bindung an die Oberfläche, dass das Lager auch dann eine schützende Schicht behält, wenn das umgebende Fett durch Staub, Wasser oder Feuchtigkeit stark beansprucht wird. Die Technologie ist PFAS-, mikroplastik- und nanotechnologiefrei.

 

Finden Sie heraus, ob Ihre Schmierstrategie für Förderanlagen Sie mehr kostet, als sie sollte

Eine einmalige Vor-Ort-Bewertung durch einen Interflon Technical Adviser zeigt auf, wo der größte Nutzen erzielt werden kann und was ein Umstieg auf Grease HS2 in Ihrer konkreten Situation realistisch bewirken würde. Wenn ein Praxistest sinnvoll ist, wird dieser mit dokumentierten Ergebnissen durchgeführt, bevor eine weitergehende Entscheidung erforderlich ist.

 

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