Variable Drehzahlen, Start-Stopp-Zyklen und hohe Belastungen verlangen mehr, als die meisten Schmierfette leisten können. Grease HS2 bietet gleichbleibenden Schutz über Ihren gesamten Betriebsbereich hinweg.
Lagerfett für Antriebswellen: konstanter Schutz bei wechselnden und hohen Drehzahlen
Die meisten Lagerfette sind auf eine primäre Betriebsbedingung ausgelegt – sei es hohe Drehzahlen, sehr niedrige Drehzahlen oder sehr hohe Belastungen. Anwendungen an Antriebswellen haben jedoch keine einzige primäre Betriebsbedingung. Sie sind vielmehr durch eine gleichzeitige Kombination aus anspruchsvollen und wechselnden Anforderungen gekennzeichnet: hohe Drehzahlen, niedrige Drehzahlen, Start-Stopp-Zyklen und Stoßbelastungen. Mit einem typischen Lagerfett versucht man daher, ein Ziel zu treffen, das sich ständig bewegt.
Lager an Antriebswellen arbeiten über einen breiten Drehzahlbereich hinweg – vom Stillstand und langsamen Anlaufzyklen bis hin zu dauerhaft hohen Drehzahlen. Bei hohen Drehzahlen ist ein Grundöl mit niedriger Viskosität erforderlich, um diese Geschwindigkeiten zu bewältigen und die innere Reibung zu minimieren. Bei niedrigeren Drehzahlen und während Start-Stopp-Zyklen liefert dieselbe niedrige Viskosität jedoch einen Schmierfilm, der zu dünn ist, um Metall-zu-Metall-Kontakt zu verhindern. Die meisten Schmierfette decken nur einen bestimmten Bereich dieses Spektrums ab – mit Fokus entweder auf Hochgeschwindigkeitsleistung, Niedriggeschwindigkeitsverhalten oder Leistung bei mittleren Drehzahlen. Das Ergebnis ist ein unzureichender Schutz genau dann, wenn die Bedingungen vom jeweiligen Fokusbereich abweichen. Und genau das passiert in Antriebswellen-Anwendungen bei jedem Anfahren und jedem Stopp – und zunehmend auch im normalen Betrieb, da Maschinendrehzahlen immer häufiger an Prozessanforderungen angepasst werden, statt konstant auf einem festen Niveau zu laufen.
Interflon Grease HS2 ist so formuliert, dass es über den gesamten Drehzahlbereich hinweg für gleichbleibenden Schutz sorgt, ohne an einem Ende des Betriebsbereichs einen Kompromiss beim Schutz in Kauf zu nehmen.
Interflon Grease HS2
Wie sorgt Interflon Grease HS2 über den gesamten Drehzahlbereich hinweg für gleichbleibenden Schutz?
Grease HS2 sorgt für gleichbleibenden Schutz, indem es die eigentliche Ursache adressiert: das Missverhältnis zwischen einer festen Viskosität und einem variablen Betriebsbereich.
Sein adaptiver Schmierfilm passt sich an die jeweilige Betriebsgeschwindigkeit an. Bei niedrigeren Drehzahlen und während Start-Stopp-Zyklen baut der Film eine größere Schichtdicke auf, um eine ausreichende Oberflächentrennung sicherzustellen und die höhere Kontaktbelastung aufzufangen, die bei langsamer oder intermittierender Rotation entsteht. Bei höheren Drehzahlen wird der Film dünner, um die innere Reibung zu minimieren und die Scherbelastung des Verdickersystems zu reduzieren – und gleichzeitig die Schutzbarriere aufrechtzuerhalten, die Oberflächenschäden verhindert.
Grease HS2 verfügt zudem über eine ausgewogene Kombination aus AW-, EP- und Reibungsmodifikations-Additivchemie, verstärkt durch unsere MicPol®-Technologie. Dadurch wird ein geeigneter Schutz gewährleistet – unabhängig davon, ob die dominante Belastung aus Hochgeschwindigkeitsbetrieb, niedrigen Drehzahlen während Start-Stopp-Zyklen, hohen oder wechselnden Lasten, hohen Stoßbelastungen beim Anfahren oder variablen Zwischenlasten besteht. Es ist also nicht notwendig, ein Fett nur für den schwierigsten und potenziell schädlichsten Betriebszustand auszuwählen und an anderer Stelle einen geringeren Schutz oder eine geringere Leistung in Kauf zu nehmen.
Die MicPol®-Technologie von Interflon basiert auf der Mikronisierung und Polarisierung der Schmierstoffkomponenten. Dadurch werden die Schutz- und Leistungseigenschaften von Grundölen und Additiven aufgebaut und verstärkt. Die Technologie ermöglicht es diesen Komponenten, mikroskopische Oberflächenrauheiten zu füllen und sich direkt mit dem Metall zu verbinden, wo sie einen schützenden, langlebigen Tribofilm bilden.
Welche Ergebnisse können Sie mit Grease HS2 in Antriebswellen-Anwendungen erwarten?
Ein gleichbleibender Schutz über den gesamten Drehzahlbereich bedeutet, dass Bauteile während des Anfahrens oder im Betrieb mit variablen Drehzahlen nicht länger Phasen unzureichender Schmierung ausgesetzt sind. Die praktischen Ergebnisse sind messbar:
- Verlängerte Lagerlebensdauer und geringere Austauschhäufigkeit – durch gleichbleibenden Schutz bei variablen Drehzahlen
- Weniger ungeplante Stillstände, niedrigere Wartungskosten und höherer Output – da die längere Lebensdauer der Komponenten den Austauschbedarf reduziert
- Nachhaltigerer und wirtschaftlicherer Maschinenbetrieb – durch geringeren Energieverbrauch
- Geringere Komplexität im Lagerbestand, kein Risiko von Fehlanwendungen und einfachere Audits – durch den Einsatz eines einzigen Produkts über den gesamten Einsatzbereich hinweg
Häufig gestellte Fragen zur Schmierung von Antriebswellenlagern
Die wahrscheinlichste Ursache ist eine unzureichende Schmierfilmdicke bei niedrigen Drehzahlen oder während Start-Stopp-Zyklen. Ein Fett, das für den Hochgeschwindigkeitsbetrieb optimiert ist, verwendet typischerweise ein Grundöl mit niedriger Viskosität. Dieses bietet bei hohen Drehzahlen hervorragenden Schutz, kann aber bei sinkender Drehzahl oder Stillstand keine ausreichende Schmierfilmdicke mehr aufbauen. In diesem Moment kommt es zu Metall-zu-Metall-Kontakt, und Verschleiß entsteht – auch dann, wenn das Nachschmierintervall korrekt eingehalten wird. Der adaptive Schmierfilm von Grease HS2 sorgt über den gesamten Drehzahlbereich hinweg für eine ausreichende Oberflächentrennung, auch beim Anfahren und im Niedriggeschwindigkeitsbetrieb.
Anti-Wear-(AW)-Additive bilden unter mittlerer Belastung und hohen Drehzahlen eine Schutzschicht auf Metalloberflächen – also unter Bedingungen, bei denen ein Schmierfilm vorhanden, aber relativ dünn ist. Extreme-Pressure-(EP)-Additive werden dagegen bei hoher Kontaktbelastung aktiv, etwa bei Stoßbelastungen oder während Start-Stopp-Zyklen, wenn der Schmierfilm noch nicht vollständig aufgebaut ist.
Viele Hochgeschwindigkeitsfette sind nur mit AW-Additiven ausgerüstet. Anwendungen an Antriebswellen sind jedoch regelmäßig beiden Kontaktarten ausgesetzt. Grease HS2 verfügt über eine ausgewogene Kombination aus AW-, EP- und Reibungsmodifikations-Additivchemie, die durch unsere MicPol®-Technologie zusätzlich optimiert wird. Dadurch wird in allen Betriebsphasen ein passender Schutz gewährleistet, ohne an einem Ende des Einsatzbereichs Leistungseinbußen in Kauf nehmen zu müssen.
Der Verschleiß von Komponenten in Antriebswellenlagern entsteht vor allem während Start-Stopp-Zyklen und im Niedriggeschwindigkeitsbetrieb, wenn herkömmliche Schmierfette mit Fokus auf mittlere oder hohe Drehzahlen keine ausreichende Schmierfilmdicke aufrechterhalten können. Grease HS2 adressiert dieses Problem, indem es über den gesamten Drehzahlbereich hinweg für eine ausreichende Oberflächentrennung sorgt.
Interflon Grease HS2 ist mit der MicPol®-Technologie verstärkt. Dabei wird ein mikronisierter Anteil des Grundöls polarisiert, um eine starke Haftung an Metalloberflächen zu erzeugen. Diese polarisierten Partikel binden direkt an die Lageroberfläche und sorgen für optimalen Oberflächenschutz, hervorragende Haftung und eine sehr lange Standzeit. Dadurch sind Komponenten kontinuierlich geschützt – nicht nur unter idealen Betriebsbedingungen.
Das praktische Ergebnis ist eine deutlich geringere Austauschhäufigkeit und weniger prozessbedingte Stillstände, die mit dem Wechsel von Antriebswellenlagern verbunden sind.
In vielen Fällen: ja. Grease HS2 deckt einen breiten Leistungsbereich ab – darunter variable und hohe Drehzahlen, ein ausgewogenes AW- und EP-Schutzniveau sowie eine zuverlässige Performance über einen weiten Temperaturbereich hinweg. Es wird häufig eingesetzt, um mehrere anwendungsspezifische Schmierfette in einem einzigen Produkt zu konsolidieren. Dadurch wird das Schmiermittelmanagement vereinfacht und das Risiko eliminiert, das falsche Produkt in der falschen Anwendung einzusetzen.
MicPol® ist die firmeneigene Reibungsreduzierungstechnologie von Interflon, bei der ein mikronisierter Anteil des Grundöls polarisiert wird, um eine starke Haftung an Metalloberflächen zu erzeugen. Diese polarisierten Partikel binden direkt an die Lageroberfläche und sorgen für optimalen Oberflächenschutz, hervorragende Haftung und eine sehr lange Standzeit – auch zwischen den einzelnen Schmierintervallen.
In Antriebswellen-Anwendungen, bei denen Start-Stopp-Zyklen die Lageroberflächen regelmäßig Bedingungen aussetzen, unter denen der Schmierfilm allein nicht ausreicht, um Verschleiß und Oberflächenschäden zu verhindern, bedeutet dies, dass der Schutz über den gesamten Betriebszyklus hinweg aufrechterhalten bleibt. Die Technologie ist PFAS-, mikroplastik- und nanotechnologiefrei.
Erfahren Sie, was Grease HS2 in Ihrer Antriebswellen-Anwendung leisten kann
Eine einmalige Vor-Ort-Bewertung durch einen Interflon Technical Adviser zeigt auf, wo der größte Nutzen erzielt werden kann und was ein Umstieg auf Grease HS2 in Ihrer konkreten Situation realistisch bewirken würde. Wenn ein Praxistest sinnvoll ist, wird dieser mit dokumentierten Ergebnissen durchgeführt, bevor eine weitergehende Entscheidung erforderlich ist.